Der Waldkindergarten

Was ist ein Waldkindergarten?

Die Idee des Waldkindergartens stammt aus Dänemark, wo 1954 die erste Einrichtung dieser Art entstand. 1993 eröffnete dann der erste Waldkindergarten mit staatlicher Anerkennung in Deutschland. Derzeit sind es allein in Niedersachsen über siebzig Einrichtungen, die ihren Kindergarten unter freiem Himmel eingerichtet haben.

Ein Waldkindergarten nutzt den Wald als Gruppenraum. Die maximal fünfzehn Kinder und zwei Erzieher/innen verbringen den gesamten Vormittag im Wald. Die Kinder können hier in der Natur spielen, lernen, Erfahrungen sammeln und ihre Sinne schulen. Der Wald bietet den Kindern unzählige Möglichkeiten, sich und ihre Ideen auszuprobieren und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auszuweiten. Im Waldkindergarten gibt es einiges an Werkzeugen zum Beispiel: Schippen, Hammer und Sägen, die die Kinder in ihrer Grob- und Feinmotorik noch zusätzlich fördern. Sie haben die Möglichkeit die Natur kennen und lieben zu lernen und nur was man liebt das schützt man auch. Bei extremen Witterungsverhältnissen steht dem Waldkindergarten eine fußläufig erreichbare Notunterkunft zur Verfügung.

Was zeichnet den Waldkindergarten aus?

Die Natur mit ihrem reichhaltigen Lebensraum wird zum Spielplatz für die Kinder und zur Erfahrungswelt für alle Sinne. Die Materialien, die die Kinder im Wald vorfinden, regen sie zu kreativem und phantasievollem Spiel an. Zudem haben die Kinder Platz zum „Kind sein“, zum Ausleben ihres natürlichen Bewegungsdranges und ihrer Gefühle. Es gibt im Wald keine Wände, die die Entdeckungsfreude und die Abenteuerlust der Kinder bremsen.

Gleichzeitig bietet der Wald den Kindern die Möglichkeit, Stille und Ruhe zu erfahren und dadurch zur inneren Ausgeglichenheit zu kommen. An der frischen Luft wird zusätzlich das Immunsystem gestärkt.

So sieht ein Vormittag im Wald aus

– 8.00- 8.30 Uhr Bringzeit/ Freispiel

– 8.45 Uhr Zählkreis/ Abmarsch in den Wald

– Ca. 9.30 Uhr Morgenkreis

– anschließend gemeinsames Frühstück

– danach Freispiel/ angeleitetes Angebot

– ca. 12.00 Uhr Abschlusskreis

– danach Rückweg

– 12.30- 13.00 Uhr Abholzeit

Ausflüge/Aktionen

Neben den jährlich wiederkehrenden Ereignissen wie bspw. unser Erntedank-, Frühlings- oder Lichterfest im November finden das ganze Jahr über auch weitere Ausflüge statt. Immer wieder gerne fahren die Kinder in die Osenberge nach Sandkrug oder besuchen den Schlossgarten in Oldenburg. Eine große Freude bereitet den Kindern unter anderem der Besuch bei Annes Puppenbühne (Männeken Theater, Apen) oder die Fahrt ins Naturkundemuseum. Weitere Ausflugsziele sind die Sinnesschule in der Kinderuni Oldenburg sowie ein Besuch bei der Bereitschaftspolizei (Verkehrserziehung).

Es gibt auch besondere Aktionen, die im Kindergarten stattfinden. So kommt Nicola Aktepe aus der kleinen Kräuterwerkstatt in regelmäßigen Abständen zu den Kindern in die Gruppe, um sie auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Kräuter mitzunehmen. Besonders spannend ist für die Kleinen hierbei die Herstellung von Tees, Suppen und Kräuterbutter aus selbst gesammelten Pflanzen.

Schulvorbereitung

Während der gesamten Kindergartenzeit wird ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung der emotionalen und sozialen Entwicklung gelegt. Dabei ist die ständige Umsetzung eines Streitschlichterprogramms hervorzuheben, bei dem unter anderem die Vorschulkinder zu Streitschlichtern ausgebildet werden. Des Weiteren findet in der Zeit vor der Einschulung gezielt wöchentliche Vorschularbeit statt.

Über Malen, Schneiden und Falten hinaus bietet eine Vielzahl von Werkzeugen den Kindern im Wald die Möglichkeit ihre Grob,- und Feinmotorik zu entwickeln. Im Alter von ca. vier Jahren haben die Kinder dann die Möglichkeit, ihren Werkzeugführerschein zu machen.

Die Rahmenbedingungen des Waldkindergartens:

–          Betreuung durch zwei Erzieher/innen

–          Öffnungszeiten: montags- freitags 8.00 Uhr- 13.00Uhr

–          Max. 15 Kinder im Alter von 3- 6 Jahren

–          für Notfälle sind Handy und Erste- Hilfe- Ausrüstung dabei

–          die Mitarbeiter verfügen alle über eine Erste- Hilfe- Ausbildung

–          für schlechtes Wetter gibt es eine Notunterkunft, die bei Bedarf auch hin und wieder auch zu anderen Gelegenheiten genutzt wird

–          die Kinder benötigen

  • witterungsgerechte Kleidung
  • einen Rucksack
  • eine Isomatte
  • ein gesundes Frühstück
  • eine Thermoskanne
  • Wechselsachen

–          der monatliche Elternbeitrag beläuft sich auf 135 EUR

–          einmalige Aufnahmegebühr beträgt 25 EUR